#17 Zu Gast bei Professor Doktor Klaus Garber
Shownotes
In dieser Folge besucht Christine Prof. Dr. Klaus Garber in seiner Seniorenresidenz – einem Ort, den er selbst als seine „Endstation“ bezeichnet.
Klaus Garber hat ein beeindruckendes Leben hinter sich: Als Literaturwissenschaftler war er viele Jahre in den unterschiedlichsten Ländern unterwegs, um alte Handschriften und vergessene Bücher wiederzufinden und zu bewahren. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und seine private Bibliothek, die rund 40.000 Bücher umfasst hat, zeigt, wie sehr ihn Literatur sein Leben lang begleitet hat.
In dieser Episode geht es aber nicht nur um sein Lebenswerk. Und schon gar nicht um wissenschaftliche Theorien und Ansätze. Christine trifft den Menschen Klaus Garber, den sie schon viele Jahre kennt und zu dem sie eine gute Freundschaft pflegt. Wie steht er zum Tod? Hat er seinen Abschied schon geplant? Wie ist das Leben für ihn in einer Seniorenresidenz?
Endstanden ist ein sehr persönliches Gespräch über den letzten Lebensabschnitt mit vielen Rückblicken auf eine intensive und bewegte Zeit, aber gleichzeitig mit einem Blick auf das, was noch kommt. Sehr nahbar und ehrlich.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Vom Ende her gedacht der Podcast rund ums Sterben und Leben
00:00:05: mit den BestatterInnen
00:00:06: Christine und Markus, der Trauerbegleiterin Annette und Sarah die ihre Trauerfahrung teilt um Menschen Mut
00:00:13: zu machen.
00:00:28: Wir sind mit dem Team heute zu Gast in Osnabrück, in einer Seniorenresidenz bei Professor Doktor Klaus Gaber.
00:00:42: Für was bist du Professor?
00:00:44: Für Literatursenschaft und Literaturtheorie.
00:00:47: Weich!
00:00:48: Okay.
00:00:49: Lange lange her...
00:00:50: Ja, ich denke einige Leser der NOZ haben bestimmt auch schon was über dich gelesen.
00:00:59: Ich komme mal kurz zum Thema.
00:01:00: Warum sind wir hier?
00:01:02: Wir wollten schon die ganze Zeit einmal eine Aufnahme machen mit Menschen, die vielleicht so auf dem letzten Lebensabschnitt unterwegs sind und ausgründen ihr eigenes Haus wie gesagt, nicht mehr bewohnen können oder wollen und sich jetzt woanders aufhalten.
00:01:21: Warum kennen wir uns?
00:01:24: Und ich darf netterweise Klaus sagen... Ich kenne deine Tochter!
00:01:29: Wir haben uns mal bei einem Schulpraktikum für Archäologie kennengelernt und seitdem sind wir befreundet.
00:01:36: weil ich ja vorher Gärtnerin war, habe ich bei dir im Garten früher in meiner Ausbildungszeit in Osnabrück zur Gärtnerin gearbeitet.
00:01:45: Und wir haben glaube ich oft und viel lustige Sachen erlebt von denen ich heute noch erzähle – und du hast mir die Geschichten letztens auch noch erzählt!
00:01:55: Wir müssen dann immer sehr lachen!
00:01:58: Jedenfalls kennen wir uns lange und deswegen freue dass du dich bereit erklärt hast, über den letzten Streckenabschnitt zu sprechen und wir gestalten das hier heute mal etwas freier.
00:02:12: Aber vielleicht erzählst du jetzt erst einmal kurz wer du bist wo wir sind und vielleicht auch wie es dazu kamen, dass du hier jetzt bist?
00:02:23: Ich bin damit Frank Yang stolzer Hamburger!
00:02:26: So
00:02:27: Jawohl!
00:02:34: Und fühle mich nach wie vor, obwohl ich sehr zehnte von meiner Heimatstadt recht bin als Hamburger.
00:02:39: Wo immer ich war und hier in Osnabrück gönne, glaube ich, zwischen vierzig Jahre weiß ich dass sich nicht hier primär hingehöre sondern nach Hamburg.
00:02:49: Insofern ist auch ganz klar das der letzte Weg nach Hamburg führt – nach Hamburg-Ulzdorf.
00:02:56: Darf ich mal einmal fragen, wie alt du bist?
00:02:59: Ich bin achtundachtzig und werde genau in vierzehn Tagen.
00:03:04: Minus einem Tag werde ich nirgendsundachtzig und meine Frau ist gleich alt im Augenblick noch.
00:03:10: Und dann überhole ich sie, weil ich ein Dreivierteljahr älter bin.
00:03:13: Aha!
00:03:14: Okay.
00:03:16: Wo sind wir denn jetzt hier?
00:03:18: Ja das ist eine gute Frage.
00:03:20: in einem Seniorenheim dass ich vorher nicht kannte war mir unbekannt.
00:03:26: Das Seniorenheim Highwinkel Haus von den Highwinsels also einem Stifterepaar gestiftet genau das was man sich wünscht Dein Lebenswerk zu stiften.
00:03:36: Das haben die gemacht, ich tue es auf andere Weise mit meiner Bibliothek.
00:03:41: Heivinghaus wie gesagt ein Seniorenheim gilt hier als das doch renommierteste Stadt ist schön hier und von daher wir sind aber durch einen Zufall hergekommen.
00:03:53: Miradawin hier meine Frau hatte eine ganz schwere Operation.
00:03:57: Da hat es nur einen Tag vorher bei uns im Haus gewesen.
00:04:00: Hat nichts gesagt, die Pflegekräfte kamen wie täglich zweitere Mal am Tag, guckten meine Frau an sofort ins Krankenhaus und da wurde ich angerufen von dem Krankenhaus.
00:04:11: wir können ihn nicht garantieren dass ihre Frau wieder aufwacht.
00:04:15: Ich sagte auf jeden Fall wird die Operation gemacht sie ist wieder aufgewacht.
00:04:20: schön ist denn zunächst mal oben in nach Aspen gekommen und dann hier her und ich saß allein im haus krabbelte da die Treppe mit meinen zwei Fingern, zwei Beinen und natürlich beiden sowieso auch mit meinen Zwei Händen hoch.
00:04:35: Und dachte mir das ist kein Zustand und bin dann etwa ein Monat später ihr
00:04:40: nachgefeucht.".
00:04:42: Das war die richtigste Entscheidung meines Lebens!
00:04:46: Okay ich habe ja auch mit meiner Freundin also deiner Tochter darüber gesprochen und es ging dann doch zügig dass du quasi einen Abschluss gemacht hast und auch eben hierher gezogen bist.
00:05:01: Jetzt ist es so, da haben meine Freundin und ich auch viel darüber gesprochen.
00:05:07: Es gab ja mehrere Wohnungen die eben dein Lebenswerk beinhaltet haben oder ich glaube noch beinhalten Und zwar sprechen wir hier von nicht weniger als vierzigtausend Büchern.
00:05:22: Dass die schiere Menge kann ich mir gar nicht vorstellen oder nur zum Teil, weil ich durfte ja auch einmal dort zu Gast sein um Kuchen mit meiner Freundin zu essen und das ist schon... ...nicht wenig!
00:05:36: Ich glaube wenn die Leute zu Hause mal ihr Bücherregal durchzählen stellen sie erstauntfestes sind vielleicht maximal so hundert oder hundertfünfzehn.
00:05:47: Gesamtwerk von um die vierzigtausend Bücher.
00:05:52: Magst du mir erzählen, wie das jetzt kam?
00:05:56: Weil du bist dann ja hierher und es ist ja auch schön dass du deine Frau hier her begleitet hast.
00:06:02: was ist passiert?
00:06:07: Das habe ich nicht verstanden.
00:06:09: Wie kriegt man's logistisch hin das Leben zu kappen?
00:06:15: Und zum Beispiel, was passiert mit deinem Lebenswerk?
00:06:19: Weil das muss man ja erst mal loslassen.
00:06:21: Das hast du dann ja recht zügig getan.
00:06:24: Naja also da sind die Kinder nicht unerheblich dabei, die natürlich wünschen dass noch zu Lebzeiten über diese Bibliothek angemessen verfügt wird.
00:06:34: Ich habe etwa zwanzig fünfundzwanzig Jahre lang versucht Diese Bibliothek dort zu platzieren wo sie hingehört weil ich hier Hochschullehrer war und habe versucht, sie hier in Osnabrück unterzubringen.
00:06:52: Das ist nicht gelungen!
00:06:55: Die Universität war nicht in der Lage, die Stadt war nicht an der Lage.
00:06:59: Ich habe alles Denkbare versucht denn letztlich muss man sagen gehört eine solche Bibliothek an den Ort wo man auch gearbeitet hat.
00:07:10: Eigentlich schon
00:07:11: Das wäre sehr schön gewesen, wäre auch bis zum Schluss mein Wunsch gewesen.
00:07:15: Es hat nicht geklappt.
00:07:17: und dann gab es einen guten Jugendfreund Professor Peter Oberhonda eine Größe in den Vereinigten Staaten der seine Bibliothek nach China gegeben hat an einer der ganz renommierten Universitäten nicht nur Chinas sondern der Welt Und mir gesagt hat, dort ist die Bestens untergebracht.
00:07:38: Weil sie von der ganzen Welt genutzt wird.
00:07:43: Das klingt gut!
00:07:44: Ja und insofern habe ich mich also dann doch erstaunt aber dann doch entschieden diese Unterschrift zu leisten dass die Bibliothek ihren Weg nach China antritt.
00:07:57: okay und das wird im Augenblick vorbereitet.
00:08:00: Das ist gut und vor allem ist es ja auch schön, wenn eben so ein Lebenswerk dann von anderen weiter genutzt wird.
00:08:08: Und nicht einfach irgendwo gelagert wird weil man braucht das ja noch.
00:08:13: Das ist ja nun mal Jahrzehntelange... Arbeit, Recherche und so weiter.
00:08:21: Jetzt sprachen wir gerade davon was du ja zurückgelassen hast.
00:08:25: Du bist jetzt in dieser Seniorenresidenz und hast ein kleines Zimmer und ich durfte auch da schon einmal Hallo sagen bei dir und musste erstaunt feststellen das Bücherregal ist klein und es ist nicht mal ganz voll.
00:08:42: Wie schwer fiel dir denn der Abschied von deinem vorherigen Leben?
00:08:48: Hättest du noch so weiter gemacht, wenn das geklappt hätte?
00:08:53: Nein.
00:08:53: Ich habe mein Leben vor gut zwei Jahren beschlossen.
00:08:59: Dort habe ich einen Unfall produziert.
00:09:01: eine Firma hat mich gegen ein Brett Laufen lassen in der Bismarckstraße unserer Wohnung, bin dagegen geschlossen und zurückgefallen.
00:09:09: Als ich viel wusste, mein lieber Junge jetzt ist Schluss!
00:09:13: Aber derjenige der Firma überhaupt hätte mich aufgefangen.
00:09:15: es kann sein aber das war der Zeitpunkt wo ich meine beiden Lebenswerke meinen Akkadienwerk Und mein Bibliotheksbuch gerade abgeschlossen hatte und da habe Ich mich verabschiedet von diesem Thema und wusste Jetzt ist Schluss mit dieser Geschichte.
00:09:31: Insofern war ein Ende erreicht und dieses Ende potenzierte sich in dem Moment, als meine Frau eben so erkrankte.
00:09:40: Und ich dann sie begleitete.
00:09:42: Ja jetzt war ich ja bei dir und du hast auch gesagt, du findest das glaube ich auch ganz gut dass das jetzt nicht mehr so viel ist.
00:09:48: Das Zimmer ist ja wirklich nicht groß aber sehr schön und da ist ja auch noch eine Terrasse und so.
00:09:54: Als ich dich dann besucht habe und eben meine Freundin ja auch da war hast Du gesagt und jetzt kommen wir zum Thema Wie könnte es weitergehen?
00:10:04: Du hast gesagt, was hast du hier gesagt.
00:10:06: Hier ist Endstation oder hier ist... Was hast du gesagt?
00:10:09: Endstation und zwar nicht Endstation Sehnsucht um Tennis überwähnens aufzunehmen sondern Endstation Und das ist vollkommen klar ein Endstation die aber nochmal wieder ganz besonders neue Qualitäten hat.
00:10:24: Ich hatte mir nie vorgestellt, meine Kinder noch umso weniger dass dieser Mann drei vier mal aus dem Keller wo er sein Zimmer hat in den zweiten Stock sich hoch bewegt um zu seiner Frau zu schauen und sie schläft eben gerne lange aber in der Regel gelingt es mir sie so oder so am Vormittag, am Nachmittag und am Abend zu kapern.
00:10:48: Holen sie weg und dann setzen wir auf einer Bank gemeinsam.
00:10:51: Und diese Bank hat einen Namen bekommen, nicht von uns sondern vom Mitarbeiterin Liebesbank.
00:11:01: tatsächlich zwei, drei Stunden wie auch immer oder halbe Stunde zehn Minuten Hände Hand in Hand dort sitzt und plaudert.
00:11:08: Das plauderte immer die gleichen Geschichten.
00:11:10: es muss ja immer wiederholt werden weil meine Frau schwer dement ist aber das macht mir überhaupt gar nichts aus.
00:11:16: alle leute fragen sie können Sie das aushalten?
00:11:18: ich sage daraufhin nur Ich bin Hamburger und wir sind gut bestückt mit guten Nerven da kann nix passieren.
00:11:25: Das ist also die Endstation hier.
00:11:28: Und ich weiß genau, es ist eine.
00:11:29: und gerade Marajke sieht sehr deutlich dass das noch eine neue Phase im Leben ihr Räder ist.
00:11:34: Die hat auch ganz andere Dinge miterlebt.
00:11:37: Das wollen wir jetzt gar nicht vertiefen aber es ist so, das weiß ich natürlich!
00:11:41: Jetzt eben ist eine Phase nochmal gekommen von der ich sagen muss sie könnte nicht glücklicher sein als die jetzt.
00:11:50: Es ist die letzte Und wir haben beide, von meiner Frau kann ich es nicht sagen.
00:11:55: Darüber äußert sie sich nicht.
00:11:56: Für mich ist ganz klar... Ich habe ein tolles Leben gehabt, wozu nicht zuletzt die beiden tollen Kinder und die Enkelkinder nochmal wieder eine neue Phrase gehören.
00:12:06: Das ist da!
00:12:08: Davon nimmt man schwer Abschied aber man nimmt Abschied selbstverständlich und ich hoffe dass ich in der Lage bin Stunde noch zu sagen, es ist gut.
00:12:20: Das war eine gute Zeit aber du darfest auch vorbei sein.
00:12:24: Das finde ich echt stark.
00:12:26: wie Du das sagst weil das so klar ist und weil Du das so reflektiert hast dann wäre halt die Frage Hast Du denn zum Beispiel Angst vorm Versterben?
00:12:37: Das ist ja was anderes als vor dem Tod.
00:12:39: oder hast Du einen Vorstellung von dem Tod?
00:12:43: hast du dich damit auseinandergesetzt oder vielleicht sogar mit deiner Frau mal gesprochen, oder mit deinen Kindern?
00:12:50: Weil zum Beispiel verstärben ja manchmal auch ein längerer Prozess ist und so weiter.
00:12:56: Habt ihr das klar in der Familie?
00:12:58: Das ist klar geregelt rechtsanwaltlich mit Dokumenten alles abgesichert ganz klar wenn absehbar ist dass das Leben zu Ende geht, dann soll bitte Assistenz geleistet werden, dass man lautlos und schmerzlos verschwindet.
00:13:14: Okay!
00:13:15: Das ist die Hoffnung, die ich habe, dass er nicht rumgebuttert wird oder nicht irgendwie Fehler gemacht werden sondern man wirklich eine gute Spritze bekommt über was ich weiß nicht gutes Medikament und dann kann noch sagen kann tschüß das war es aber dann Schmerz los abtritt
00:13:30: Ja okay also ist ja auf jeden Fall ein Plan.
00:13:35: Und wenn man sich eben damit auseinandersetzt und das auch geregelt hat, dann ist die Chance sehr groß dass man das auch hinkriegt.
00:13:44: Jetzt steht hier zum Beispiel als eine weitere Frage Wenn wir denn mal davon ausgehen, dass ihr irgendwann sterben werdet.
00:13:54: Ja, jetzt hängst du ja auch sehr an deiner Frau.
00:13:56: Sie ist aber demant.
00:13:57: Ihr habt ja wahrscheinlich jetzt einfach andere Themen als ihr früher hattet.
00:14:00: vielleicht oder vielleicht ist es auch einfach runtergebrochener auf was Wesentliches und könnt das genießen.
00:14:11: Hast Du eine klare Vorstellung?
00:14:14: Und wurde das auch besprochen... wie du beerdigt werden willst, was für eine Abschiedsfeier du dir wünschst und so weiter.
00:14:23: Oder überlässt du das dann zum Beispiel deinen Kindern deiner Familie?
00:14:28: Klare Vorstellung!
00:14:30: Es sollten möglich... Das Familiengrab in Hamburg-Ulsdorf steht bereit ist sehr üblich von der Fläche glücklicherweise ausgestattet, sodass ich die Hoffnung habe, die antiquierte Hoffnung als Uraltermann, dass es vielleicht noch ein Saarich sein könnte, der dort mich und auch meine Frau beherbergt.
00:14:49: Es sollte möglich sein, dem Platz nach ich würde ungern verbrannt werden muss ich sagen.
00:14:54: Ja... Ich auch!
00:14:56: Also das ist die Hoffnung aber natürlich sind viele Gedanken dabei damit verbunden.
00:15:06: Ich darf das so gerade hier nochmal in diesem Heim in meinem Dreivierteljahr schon gelegen hat nachzudenken sozusagen mit Kant ins Grab, wohl wissend dass wir über Dinge des Wissens verfügen können aber nicht die uns anschaulich gegeben sind.
00:15:31: Aber nicht über Dinge die uns nicht in der Anschauung gegeben sind.
00:15:35: und alle Glaubensrichtungen beruhen natürlich auf eine Offenbarung haben alle eine Offenbarung als Grund und ich habe mich von dieser Offenbahrungstheorie jedweder Provinienz, ob Indien oder Moherbet, also Islam.
00:15:51: Ob Judentum, ob Christentum deutlich und klar verabschiedet.
00:15:57: Das ist nicht mehr mein Ding und ich weiß auch dass sich damit mich in guter Gesellschaft etwa mit Kant befinde.
00:16:04: Wir können von diesen Dingen nichts wissen.
00:16:07: wir können das es die Theologie Wir haben das Bloch, den großen Philosophen.
00:16:11: Wir können Hoffnung hängen natürlich aber auch diese Hoffnung sollte sich nicht konkretisieren in bestimmten Dingen.
00:16:20: Es ist mein ich ausreichend zu sagen es war ein wundervolles Leben.
00:16:26: Danke danke danke.
00:16:28: dieses danke soll ertöne möglich als letztes Wort und dann soll es gut sein
00:16:33: okay Vielleicht ist dann auch einfach nur Ruhe und Frieden.
00:16:37: Man weiß es ja nicht.
00:16:40: Mir kam gerade spontan die Frage, wir haben ja eben im Zuge vom Podcast was zum Beispiel wichtig ist in meinem Beruf den Leuten anzubieten dass man Sackbeigaben dem Verstorbenen mitgeben kann.
00:16:56: wäre das vielleicht ein Buch wo ich jetzt grad dachte muss der denn jetzt nicht meine liebe Freundin Einfach ein Buch von Kant dabei haben?
00:17:05: oder natürlich die getöpferte Tasse, die hier auf dem Tisch steht an der er so sehr hängt.
00:17:09: Die hoffentlich durchhält solange wie er noch lebt.
00:17:13: also da stelle ich mir jetzt vor dass die tasse mit muss und vielleicht ein buch von kant.
00:17:20: oder was muss mit einen opernführer?
00:17:22: Was würdest du gerne für den wuchen?
00:17:24: Es steht eine kleine galerie bleibt hier.
00:17:26: Also
00:17:26: ja
00:17:27: brauche auch eben weil ich jeden tag jeden abend musik höre Aber sonst bin ich wirklich, muss das sagen in der glücklichen Lage.
00:17:35: So wie schon das Haus geräumt wurde von den beiden Kindern vor allem von Marike so bin ich ganz sicher die organisieren die Feierlichkeit Die Totenfeier auf angemessene Weise.
00:17:48: da bin ich Ganz zuversichtlich.
00:17:49: Das ist das Tolle an diesen Kindern die wir nur haben.
00:17:52: das kann ganz anders könnte ganz anders aussehen aber Da geht man ab und weiß, da wird was Vernünftiges gemacht.
00:17:59: Du organisieren kann sehr auch die Tochter?
00:18:01: Ja, dabei!
00:18:04: Also ich wüsste ja, was ich dir mit in den Sack geben würde.
00:18:07: Das ist eine Geschichte von früher Und die erzähle ich jetzt hier nicht.
00:18:12: Die ist aber einfach so schön.
00:18:13: Ich würde glaube ein paar Wolfhäuslinge mit in deinem Sack gerne legen Wenn ich dürfte Aber das ist jetzt nur meine Idee.
00:18:20: Was kommt dann mit dem Saifel Wollfeustlinge,
00:18:23: die du mir mal gegeben hast?
00:18:25: für einen ist sehr auch egal.
00:18:30: Wir hatten das Thema.
00:18:31: Jedenfalls...
00:18:34: Ja, ich habe mit dir die wundervollsten Sachen erlebt.
00:18:36: Das ist schon
00:18:37: voll schuldig!
00:18:38: Da steht man da in einem Einkaufszentrum und der Alte weiß nicht wie er mit den Wagen umgehen soll oder wie er reinschieben soll.
00:18:45: Großer Held.
00:18:45: Und vergessen?
00:18:47: Also herrliche Geschichte...
00:18:50: Tannenbaum soll
00:18:51: richtig geschmückt
00:18:52: werden und dann muss man Handschuhe dafür haben.
00:18:55: Dann kommt er mit Wohlhandschnack.
00:18:57: Das war der Vorschein mit dem hier gesprochen wird.
00:18:59: Ein Ticken unpraktisch aber es ist mir so nachhaltig in den Erinnerung, obwohl das so viele Jahre ist.
00:19:05: Aber herrlich!
00:19:08: Ja jetzt ist der Ulstorfer Friedhof glaube ich ... Ist es nicht sogar einer der größten?
00:19:12: Der größte
00:19:13: in
00:19:14: Europa.
00:19:15: Der größtes Friedhof Europas
00:19:17: ja.
00:19:17: Weil das ist schon enorm und ich glaube auch weil du wahnsinnig viele Auszeichnungen bekommen hast
00:19:24: usw.,
00:19:26: dass die Beerdigung auch groß und sehr feierlich wird.
00:19:30: da werden ja diverse illustre Beerdigungsgäste wohlkommen.
00:19:36: Ja, aber die Erfahrung eben das ist jetzt auch die letzte Phase ist die links und rechts sterben die Kollegen dahin mit denen man eng befreundet war.
00:19:48: gestern habe ich mit einem Kollegen aus München gesprochen Fritz Wollhardt.
00:19:53: was sagte er mir?
00:19:54: Jörg Schöner ein ganz enger Kollege in Hamburg ist gestorben Ich wusste es nicht, so eine kleine Notiz in der Effortät gegeben haben.
00:20:03: Das ist die Situation.
00:20:05: Dass eben Kollegen und Marike beobachtet, die Szene dann ja auch... Also es sollen keine eingeladen werden, die eben da nicht mehr da sind.
00:20:16: Das wird sichergestellt das kann sie alles und das ist wunderbar dass man sich darum nicht mehr zu kümmern braucht.
00:20:23: aber es kann natürlich sein.
00:20:24: also gestern kam ich mit dem Kollegen darauf, dass ich nächstes Jahr neunzig werde Verdammt.
00:20:30: noch mal sagt er, das geht nicht klanglos vorbei.
00:20:33: Da wird doch was gemacht!
00:20:35: Das ist für die Kollegen, die jüngeren Kollegen eine Selbstverständlichkeit, dass dieser alte Daddy, der eben durch wie du gesagt viel bewegt hat dann auch angemessen gewürdigt wäre zum neunzigsten.
00:20:49: Ja, sehe ich eigentlich auch so.
00:20:51: Du hast ja auch eine echte Lebensleistung hinter dir vor allem beruflich.
00:20:56: Jetzt bist du hier nicht mit deiner Frau allein?
00:20:59: Hier sind ja noch andere Bewohner.
00:21:01: innen Gibt es nette Kontakte und kommt unser Thema das Lebensende hier auch mal intern auf den Tisch.
00:21:10: Es gibt Also zunächst mal muss ich sagen, es wurde darauf bestanden in diesem Hause.
00:21:16: Dass ein Schild an meinem Zimmer kommt.
00:21:17: Professor.
00:21:18: Doktor Ich bin der einzige dieser Gattung hier als Professor in dem Haus.
00:21:22: Das ist für den Chef hier ganz besonders wichtig dass sie einen Professor dabei haben und ich muss sagen mein tollster Nachbar Marike Kentingut mit dem wird nur Quatsch gemacht Der ist der Todenschaft, der kann mir erzählen.
00:21:39: Wie nutzen das inzwischen?
00:21:40: Herr Gaber und Klaus.
00:21:42: Du musst wissen es gibt zwei verschiedene.
00:21:45: Form von Grabeln, eine für die linke Hand und eine für der rechte Hand.
00:21:49: Und dieser Mann, der hier sitzt, er glaubt sowas natürlich!
00:21:51: Das ist für den eine Freude ohnegleichen, dass er den mit solchen Gesichtern dann ständig reinlegen kann.
00:21:58: Von praktischen Dingen keine
00:22:00: Ahnung.
00:22:01: Ich habe so Vorstellung.
00:22:04: Ja alles klar ich weiß ungefähr Bescheid.
00:22:06: aber es ist vielleicht ja auch gar nicht so wichtig wenn wir machen ja dem Podcast eben damit man eben auch mal vorbereitet ist oder dass Leute, die sich strikt weigern über diese Themen nachzudenken weil sie es lieber verdrängen und so.
00:22:21: Dass das sich eben etwas öffnet aber vielleicht haben hier eben viele für sicher auch schon planen.
00:22:27: dann muss man jetzt nicht die restliche kostbare Zeit noch mit so Themen vertutteln.
00:22:33: Das kann ich vielleicht auf verstehen.
00:22:35: also Ich glaube wenn das mal käme Dann hätte wahrscheinlich oder hätten vielen Plan oder sagen auch meine Kinder Wissen Bescheid.
00:22:43: das ist ja immer ein Thema, was soll ich sagen?
00:22:49: Tritt man koordiniert ab oder lässt man einfach laufen.
00:22:53: Das hat wahrscheinlich beides was für sich irgendwie und es ist auch okay wenn man dann hier eben im Haus andere Themen hat.
00:23:04: Ich
00:23:05: habe nicht so viel gelacht wie hier in diesem Haus, aber auch noch nie so viel Unsinn geredet.
00:23:11: Du das ist ja vielleicht ein gutes Konterprogramm zu deinem restlichen Leben wo eben sehr viele versierte gebildete Menschen und man beruflich damit tun hatte.
00:23:22: dass ihr jetzt eben auch mal ein bisschen mehr Spaß ist finde ich gut.
00:23:28: Jetzt ist es ja so, dass ich als Bestatterin nun mal auch häufiger in diesen Häusern unterwegs bin.
00:23:35: Jetzt sind wir hier in Osnabrück, hier sind wir ja eigentlich nicht aber... Ich weiß das es eben im Pflegeheim so ist die Zugänge für uns.
00:23:46: Es ist jetzt einfach Schnöde und man holt mit einem Sack oder einer Liege ab oft leider durch öffentliche Räume führen, also es gibt nicht für uns da diese typischen Eingänge und dann wird das von Haus zu Haus unterschiedlich gehandhabt.
00:24:06: Manche bestehen darauf dass mit Sarg abgeholt wird eben Würde und sowas und nicht mit einer Liege.
00:24:14: Manche Pflegeheime wollen auf keinen Fall, dass wir tagsüber kommen sondern erst abends wenn die Menschen schon zu Bett gegangen sind.
00:24:24: Damit's keiner mitkriegt.
00:24:25: andererseits wird eine Kerze aufgestellt und ein Bild damit auch alle sehen okay der oder die ist nicht mehr da jetzt.
00:24:34: aber ich hatte es auch schon mal das wir jemanden abgeholt haben explizit in der mittagszeit weil alle am Tisch nochmal Abschied nehmen wollten.
00:24:44: Dann gehen ja nicht mehr alle einzeln in das Zimmer, wenn jemand gestorben ist sondern die wollten unbedingt noch mal Schuss sagen.
00:24:52: Die standen da quasi so auf Wiedersehen.
00:24:56: Ist wahrscheinlich hier aber auch ein Thema.
00:24:58: Hier werden ja auch Menschen von uns abgeholt.
00:25:03: Kriegst du das mit oder wird es hier?
00:25:05: Ein einziges
00:25:06: Mal habe ich es vor etwa einer Woche mitbekommen.
00:25:09: Da rollte, da waren hier Rollen ständig Wagen entweder raus mit Kranken oder rein mit Geniesenden.
00:25:16: Aber das letzte mal kam ein Wagen angerollt und der war zugedeckt Und ich habe mir erlaubt ist jemand gestorben?
00:25:23: Das wurde bejaht und dann wusste Ich Bescheid.
00:25:26: War das einzige Mal dass ich das gesehen habe
00:25:28: okay War das irgendwie tatsüber oder?
00:25:31: Das
00:25:31: war tatschüberganz normal, ganz normal.
00:25:34: Okay ich blätter mal so ein bisschen hier vor mich hin.
00:25:39: also wir hatten ja auf jeden fall auch schon die sache dass es eben einen unterschied zum tagesablauf hier geht und dass es hier vielleicht leichtere themen sind.
00:25:50: hat sich noch irgendwas ganz eklatant geändert im vergleich zu deinem vorherigen leben Fehlt.
00:25:57: was oder ist etwas dazugekommen?
00:25:59: Ja, es ist was einzigartiges dazugekommen.
00:26:03: Da lächelt und weiß natürlich Bescheid.
00:26:05: das ist eine völlig neue Erfahrung dass ich mit meiner Frau da zwei-drei mal auf der Liebesbank sitze Und jedes Mal versuche ich das gleiche wieder aufzurufen.
00:26:18: Das sind so Stollis bis in die Kindhaltinal zurück Nicht wahr?
00:26:23: Da erzähle ich dann entweder nickt sie, lacht vielfacher und aber ich bin ja nicht hier als ihr Ehemann an ihrer Seite.
00:26:34: Das bitte ich zu bedenken!
00:26:36: Ich bin hier als Ihr Bruder.
00:26:38: Ach so?
00:26:39: Okay.
00:26:39: Ich bin her als Ihr Broder.
00:26:40: Ihr habt zwei ältere Brüder gehabt.
00:26:42: Einer der Theologisch Studiat und der Ältere Broder dafür... ganz prägend war, großer Musiker.
00:26:49: Das sind die beiden Gestalten und wenn ich sie weiß genau da kommt der Bruder.
00:26:52: Ich bin die kleine Schwester also ist die kleine schwester und dann kläre ich sie auf darüber.
00:26:58: Dann mal guckt man auf deinen Finger da ist doch ein Ring dran.
00:27:01: kann das sein dass du mit dem Bruder verheiratet bist?
00:27:04: im Moment lang Ja, das ist ja der Mann Ehemann.
00:27:07: Das ist nach einer halben Minute wieder aus dem Kopf.
00:27:12: Insofern habe ich eine Doppelrolle und das ist natürlich bekannt hier.
00:27:15: Da sind alle, wenn ich da oben ankomme, die rufen zu meiner Frau rüber, dann kommt der Bruder.
00:27:21: So wissen sie!
00:27:22: Und ich hab damit überhaupt keine Schwierigkeiten.
00:27:24: Hab die beiden Brüder sehr verehrt... Der Theologen, der ganz zurückhaltend war.
00:27:30: Da waren er mit der Riese häufig ganz zurückgehalten und der ältere also ein genialer, genialer Mann.
00:27:36: Und das muss ich sagen was ich da jetzt noch mal wieder an Irmeld entdecke weil es aufgerufen wird aus ihrer frühen Zeit.
00:27:45: Ja also wie das Thema ist?
00:27:47: mein liebes Kind du kommst aus einer Theologie-Familie, Theologischen Familie.
00:27:52: Jedes Mal wird zweit einmal am Tag angeschworen, der vorne im Mund kommt von einem Vater.
00:27:57: Du kommst aus einer Clown-Familie.
00:28:00: Der Großvater und Opernsänger hat die Opernsinger seiner Kollegen auf der Bühne zum Lachen gebracht, sodass sie schwierig hatte ihre Partie zu singen.
00:28:09: also eine Clownfamilien und das setzt sich fort über die Mutter erst mal den Onkel, den Bruder von ihrer Mutter da die Mutter selbst dann über Den ältesten Sohn ein Klauen.
00:28:23: Meine Frau ist einfach empfört darüber, dass sie den Klaunen nicht so ganz nach dem Kanton oder nur die eine Seite in der des Gesichts aber sie kann immer noch ausschauen.
00:28:32: da kriegt man im Moment bis heute schrecken.
00:28:35: also da geht das weiter über den Bruder zu ihr und landet wahrscheinlich über unseren Sohn Sven aber doch nicht so ausgeprägt bei Sven Bei unserem ältesten Enkel, Mika.
00:28:49: Ein Klauen mit achtzehn Jahren wie er im Buche steht!
00:28:52: Also das ist nicht rauszukriegen.
00:28:54: Das vererbt sich anscheinend für
00:28:56: alles klar.
00:28:57: Ich stelle natürlich meine stehende Rede jetzt sag mal und hier dieser Boah, ich sage mal ein Verbrecher dieser Verbreche.
00:29:05: Der heirerende Clown-Familien kommt zu beantworten.
00:29:07: Verbrechern das würde so gerne sein und das andere selbst schuld.
00:29:12: Also ist ganz schlachfertig bei diesen Gestollis die wir da aufrufen.
00:29:17: Und dass es wunderbar.
00:29:18: also insofern Marike hat das natürlich klar gesehen auch zum Ausdruck gebracht.
00:29:23: Norlich sagtest du für die neue Phase nicht?
00:29:26: Hast du glaube ich gesagt die Neue Phase?
00:29:27: ja die Kinder haben andere Phasen miterlebt und von daher kann sehr gut verstehen, bin heilfroh.
00:29:33: Dass das eben auch noch erlebt werden kann!
00:29:36: Ich find's halt auch gut.
00:29:37: also es ist ja auch nicht selbstverständlich dass man eben in derselben Einrichtung dann schnell einen Platz findet.
00:29:44: Das
00:29:44: war ganz schwierig und haben wir Glück gehabt ja.
00:29:47: Ganz große Glück gehabt.
00:29:51: Kommen wir jetzt nochmal auf.
00:29:54: du sagst ja Endstationen und bisher anscheinend sehr feind damit das meiste ist geregelt.
00:29:59: dein Lebenswerk wird ja weitergegeben an Leute, die das brauchen können.
00:30:09: Deine Beerdigung oder eure Beerdigungen sind quasi auch besprochen.
00:30:15: Dein Lebensende ist besprochen.
00:30:18: wie das zu sein hat.
00:30:20: wenn wir jetzt auf dein langes Leben und auch arbeitsreiches Leben zurück gucken worauf bist du besonders stolz?
00:30:29: Oder Hast du eventuell was, wo du sagst, das hätte ich jetzt so im Nachgang anders gemacht.
00:30:38: Anders entschieden wie auch immer.
00:30:42: Klingt vielleicht merkwürdig aber stolz ist mir fremd.
00:30:46: dazu bin nicht geschaffen.
00:30:48: Ich habe mein Leben lang intensiv gearbeitet Wie Du gesagt hast Auszeichnung bekommen Aber mit Stolz hat das nichts zu
00:30:55: tun.
00:30:57: Aber ich bin froh über das, was ich thematisch aufgegriffen habe.
00:31:02: Das eine ist das Lebenswerk und das Akadien-Werk.
00:31:06: Aber vielleicht doch genauso wichtig sind meine Reisen vor allem in den Osten.
00:31:11: Ich war der erste, die DDR systematisch bereiste immer auf der Suche nach Büchern.
00:31:22: Also in der DDR war ich überhaupt der Erste.
00:31:25: Dann war ich sehr früh in Polen, nicht wahr?
00:31:30: Schlesien.
00:31:31: In Breslau.
00:31:32: In Danzig und ganz früh waren nur meine DDR-Kollegen da gelegentlich.
00:31:39: der erste Impaltikum Und das Baltikum war eine von deutschen geprägte Kultur durch und durch.
00:31:47: Das unter russischer Oberherrschaft, das muss man sich vorstellen, blühte im Baltikum in Lettland, in Estland weniger in Litauen, das ist katholisch, eine deutsche Kultur die es in sich hat.
00:32:01: Das hat mich wahnsinnig gereizt!
00:32:03: Die haben Archive aufgebaut, Bibliotheken aufgebaut diese Spur zu verfolgen Und dann ging es natürlich letztlich.
00:32:10: Das stand, wie gesagt unter russischer Herrschaft und die Russen haben da nicht eingegriffen.
00:32:16: Die Deutschen konnten da operieren.
00:32:18: das war alles vorbei mit dem Überfall Hitlers auf Russland Alles vorbei.
00:32:24: Da mussten sie alle raus aus dem Baltikum sind raus da war diese tolle Kultur in der deutschen im Baltikum zu Ende.
00:32:32: aber ich ging natürlich weiter und die Endstation waren Petersburg St.
00:32:37: Petersburg und Moskau und St.
00:32:39: Petersburg ist die heimliche Hauptstadt Russlands, eine kulturelle Kapitale Ohnegleichen.
00:32:46: Ich war noch nicht da, ich war noch gar nicht in Russland überhaupt.
00:32:50: Ja
00:32:50: das gehört sich nicht liebe Thier, es muss natürlich
00:32:54: werden.
00:32:55: Aber in der Tat würde ich da also jetzt natürlich nicht so unter diesen Umständen.
00:32:59: aber St.
00:33:00: Petersburg hatte auch mal ein Schirm.
00:33:01: oder Krakow habe ich mal einen Bericht bekommen.
00:33:03: Ja Krakows Polen ist eine wundervolle Stadt auch
00:33:05: hier.
00:33:06: Genau das ist schön.
00:33:10: Hast du denn das Gefühl Weil du genießt ja jetzt hier die Zeit und bist auch jetzt ja irgendwie fröhlich unterwegs, auch in den zweiten Stock aber auch so generell in Gesprächen.
00:33:22: Ist noch etwas unerledigt?
00:33:24: Ist noch irgendwas zu tun oder würdest du gerne noch machen haben erleben hören lesen was du noch brauchst was noch fehlt?
00:33:36: Hey Bettine ich habe das ganz große Glück Mein Leben lang die tollsten Mitarbeiter zu haben.
00:33:44: Also das sind Gruppen, das sind Personen gewesen.
00:33:47: Also irgendwie habe ich da ein Händchen gehabt, die angezogen und irgendwie muss sich mit denen so umgegangen sein dass sie sich pudelwohl fühlen bei mir Und ich habe das ganz große Glück Dass die beiden Bücher von denen ich sprach mein großes Bibliotheksreisebuch Jetzt hatte ich gemacht wird von einem Mitarbeiter und das Hauptwerk Sechs tausend Seiten, würde ich mal sagen.
00:34:12: Akkadien!
00:34:13: Dass in Arbeit war als Sven Omarike auf die Welt kamen, dass die Kinder können darüber storisch erzählen.
00:34:19: das liegt da und muss noch gemacht werden.
00:34:22: Und wir haben gerade einen Antrag vorbereitet, dass das finanziert wird nicht?
00:34:26: Das hat Stefan Anders mein Mitarbeiter unsere Lebensgefährte, die zum ersten Mal keinen Glück mehr mit einem Antrag.
00:34:34: Da ist sie als Gärtnerin Und dann habe ich es gezogen und hat jetzt drei Jahre Gärtnerei gemacht.
00:34:38: Die kehrt aber zurück, wenn das Akadienbuch zu redigieren ist.
00:34:43: Das weiß ich nicht ob ich das noch erlebe Aber die sind dabei und da kann ich mich darauf verlassen ohne ein Wort darüber zu verlieren.
00:34:50: Das machen sie fertig
00:34:52: Das ist doch super ... wenn man es nicht selber geschafft hat, das jetzt noch so auf die Schnelle zu Ende zu führen.
00:35:02: Klingt sehr spannend.
00:35:03: da kann man wahrscheinlich noch eine ganze Aber dann passt es nicht in diesen Themenbereich.
00:35:08: einen anderen Podcast drüber machen und du über deinen Bücher erzählst.
00:35:15: Ich finde es schön, wie wir sitzen ja hier.
00:35:19: Außerdem steht hier noch Fantakuchen von meiner Freundin und da möchte ich gleich noch gerne zum Mittag ein Stück von essen.
00:35:27: Und gleich gibt's auch Mittag hier dann ist hier eh Schluss!
00:35:31: Ich find ganz toll dass du so offen gesprochen hast und ich glaube Fragen sind eigentlich nicht mehr, weil du so klar bist und weil eben auch alles geregelt ist.
00:35:45: Und du hier ganz offensichtlich glücklich einen geregelten schönen letzten Abschnitt hast – die Kinder sind ja auch da!
00:35:59: Ich weiß nicht….
00:36:00: Hast du denn noch irgendeine Frage?
00:36:02: Weil ansonsten hätte ich jetzt noch eine letzte.
00:36:07: Hast du irgendetwas, was du jetzt jungen Menschen gerne sagen würdest auf den Weg geben?
00:36:13: Würdest.
00:36:14: Ratschlag ist doof das meine ich nicht.
00:36:17: aber
00:36:18: Ja also du hast ja auch ständig Thema isst im Augenblick in Zeitung jeden Tag ist voll davon bitte nicht nur mit dem Handy rumdatteln sondern wenn es irgendwie geht mal sich mit Dinge zu beschäftigen, die es lohnen, dass man sich beschäftigt.
00:36:34: Ob das Musik ist, ob das Kunst ist und ob das Bücher sind oder ob das Politik ist, also arbeiten.
00:36:41: Er muss sich mal loslösen von dem unmittelbaren Eindruck und ein bisschen Abstand zu nehmen und dann ein bisschen sich zu orientieren wie es weitergeht.
00:36:52: Dass es weiter geht ist klar, dass es vermutlich mit vielen Schmerzen weitergeht, zeichnet sich immer deutlicher ab und dann ist natürlich die Hoffnung dass das passiert was uns geprägt hat.
00:37:09: Die achttundsechziger Generationen wir sind politisiert worden, achttunsechzig kam aus den Geistwissenschaften ich auch politisch nicht eigentlich drin aber dann die Politisierungsphase und sich zu engagieren die Jugend sich engagieren wo immer es möglich ist dieses erschreckt Erkenntnis, dass wir uralten Menschen miterleben müssen.
00:37:31: Wie eine zweite Hitterpartout ein Aufstieg erlebt und jetzt stärkste Partei ist in den Umfragen noch vor der CDU.
00:37:39: das hätte man sich vor zehn, fünfzehn Jahren einfach nicht vorschlagen können.
00:37:43: Das ist gefährlich brandgefährlich.
00:37:46: Wir wissen das von von hinter wie es losging Und das setzt sich jetzt hier über die pdf Und damit.
00:37:59: es sind Leute durchaus auch im Bundestag, die dafür plädieren dass die Partei verboten wird.
00:38:05: Das war gleiche Thema bei Hitler das die Nationalsätzen verboten werden.
00:38:11: Es ist nicht erfeucht.
00:38:12: mit den Folgen die wir erlebt haben War das entscheidendste Erlebnis meines Lebens eben
00:38:17: der Krieg
00:38:18: und die Folgen des Krieges Dass es entscheidender rüber könnte man mal lange sprechen auch zerstören unter deutschen Städte etc.
00:38:25: Aber jetzt eben ist die Diskussion da und sie kriegen es nicht gebacken, diese Partei zu verbieten.
00:38:36: Gefährlich!
00:38:37: Ja ja das stimmt so.
00:38:40: ich mache jetzt hier Schluss.
00:38:42: Ich finde dass Es ein sehr sehr gutes Schlusswort.
00:38:45: lieber Klaus ich bedanke mich herzlich Dass du Lust drauf hattest.
00:38:50: Ich glaube, das letzte Mal war ja nur kurz so von wegen Ja sehr spannend und dein Beruf sowieso.
00:38:56: Und Podcast weiß jetzt gar nicht.
00:38:58: ach ich mach womit?
00:38:59: Ich freu mich hab Bock drauf und schon sind wir hier.
00:39:05: Ich danke dir sehr für deine offenen Worte.
00:39:09: Ich denke man hört gut heraus Herr Professor Doktor Gaber Bundesverdienstkreuz Träger am Bande Ein sehr illustrer Gesprächsgast und ich könnte glaube, ich noch viele, viele Stunden weiter erzählen.
00:39:24: Über das Buch müssen wir einfach mal vielleicht bei einem Glas Wein so sprechen ohne Mikro an.
00:39:30: Herzlichen Dank!
00:39:31: Und ich wünsche euch beiden hier noch eine richtig gute Zeit.
00:39:35: Dankeschön.
00:39:36: Ja, ich danke sehr, liebe Tina!
00:39:37: Ich hatte keine Ahnung wie sich so was abschüllen würde.
00:39:40: Ich dachte, ich müsste in einer halben Stunde bürcherweise reden.
00:39:43: Es ist sehr viel schöner so wenn man das in Frage antwortet und im Gespräch eben.
00:39:48: Gespräch ist die eigentliche Form.
00:39:53: von Platon angefangen.
00:39:54: er hat das Gespräch so gratis nicht wahr?
00:39:58: Das Gespräch war die Philosophie Form par excellence.
00:40:02: Und wenn sich das so fortsetzt, ist es immer der schönste.
00:40:04: Wenn Vorgaben da sind und an den Moment überlegen muss, sich kurz fassen muss aber eben auch überlegen was ist der Punkt auf dem man die Sache gerne bringt bitte?
00:40:13: War eine schöne gute halbe Stunde!
00:40:16: Ich freue mich dass ich spontan gesagt habe Ich habe keine Ahnung was das ist, aber das machen wir zusammen.
00:40:22: Ja
00:40:22: vielleicht super!
00:40:24: Genau einfach mal über ein Teller ran gucken und ich glaube also wenn der kommt sage ja auf jeden Fall Bescheid auch eben deiner Tochter.
00:40:32: Aber vielleicht findet man ja noch dann den Weg Und man hört ihn einfach gemeinsam lässt sich auf jedem Handy einfach abspielen
00:40:40: Wer kommt liebe Dine?
00:40:43: Vielleicht komme ich dann oder ist Mareike noch da und dann können wir das ja auch gemeinsam mal hören, oder wie auch immer.
00:40:49: Kriegen
00:40:50: wir hin?
00:40:52: Das kommt jetzt noch!
00:40:54: Wir produzieren das vor und es kommt zweimal im Monat eine Folge.
00:41:01: Und ich weiß gar nicht ohne der Tonmann im Hintergrund, wie viele Folgen noch geplant sind oder man kann das spontan entscheiden.
00:41:08: Ich sage Bescheid.
00:41:08: Dann
00:41:09: kann man das
00:41:09: hören.
00:41:10: Genau, live ist das hier nicht.
00:41:12: Aber das kann man dann hören
00:41:14: und kann man es auch sehen.
00:41:16: Nur das kurze Video, dass hier zwischendurch aufgemacht wurde ansonsten ist es nur ich sage mal eigentlich wie ein Radiobeitrag könnt.
00:41:23: Podcast können auch im radio laufen
00:41:26: Aber es ist gleichzeitig gefilmt worden.
00:41:28: Aber nur ein bisschen als Werbefilm vorher, das kommt dann im Internet.
00:41:35: Also das wäre hier was Schönes vor, dass wir uns anzuhören.
00:41:40: Was wir getüttelt haben.
00:41:42: Tüteln ist hier das Stichwort mit Ermeldtüttel.
00:41:45: Ein Eger steigt einen Mann mit einem Tütelband in der Alarmbahn und die Käse her.
00:41:49: Ich
00:41:50: glaube jetzt werden wir auch rausgeschmissen.
00:41:51: Jetzt ist Mittagessen und ich balle mir noch ein Stück Kuchen.
00:41:56: Ich habe zu
00:41:57: danken die Beziehende.
00:41:58: Das wäre doch nie auf die Idee gekommen, dass es durch deine Anwesenheit eine schöne Freundschaft und von daher... Das
00:42:07: ziehen wir durch!
00:42:08: Okay so ich stelle das Mikro aus.
00:42:12: Achso jetzt ist Schluss.
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